Die Omama im Apfelbaum

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Kinderoper

nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Mira Lobe für Kinder ab 6 Jahren

Dauer: 60 min

Musik: Elisabeth Naske
Libretto: Theresita Colloredo


UA: 15. April 2007 im Kinderopernzelt am Dach der Wiener Staatsoper
Auftragswerk der Wiener Staatsoper
Dirigent: Jendrik Springer
Inszenierung: Rebecca Scheiner
Bühnenbild: Marion Hofstetter
Kostüme: Uta Knittel


Orchesterbesetzung:
Holz: 1 (auch Picc.)- 1 (auch Engl.Hr.)- 1 – 1
Blech: 0 – 1 – 1 – 1
Drumset
Celesta
Streicher: 1 – 1 – 1 – 1 – 1 (mindestens)


Personen:
Andi – Sopran
Omama – Mezzo
Mutter/Zuckerwatteverkäuferin – Sopran
Frau Fink – Alt
Frau Säuerlich/Luftballonverkäuferin –Mezzo
Vater/Polizist/Budenbesitzer/Möbelmann – Bariton
Jörg/Würstelverkäufer – Tenor
Herr Säuerlich/2.Möbelmann – Tenor
Robert – Sopran
Andidouble – Statist


Inhalt
Andi ist traurig, weil ausgerechnet er keine Oma hat. Und dann sind es plötzlich zwei: eine, die sein Versteck im Apfelbaum kennt, und mit der er die tollsten Abenteuer erlebt. Er unternimmt eine Fahrt in ihrem trickreichen Auto mit ihr, und sie lädt ihn zu einem aufregenden Nachmittag am Rummelplatz ein. Die zweite Oma backt ihm Zwetschkenkuchen, ist sehr gemütlich und lässt sich von Andi gerne umsorgen.


‚Die Omama im Apfelbaum’ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Mira Lobe entstand als Auftragswerk der Wiener Staatsoper und wurde 2007 im Zelt am Dach der Wiener Staatsoper uraufgeführt. Ich hatte dieses Buch schon länger im Kopf als mögliche Opernvorlage, denn es ist eines meiner Lieblingsbücher aus meiner Kindheit. Die Geschichte von Andi, der sich so sehr eine Omama wünscht, dass er sie sich im Apfelbaum träumend selbst erfindet, um schlussendlich in der Nachbarin eine leibhaftige Großmutter zu finden, die zwar nicht so tolle Dinge mit ihm unternimmt wie die ausgedachte, aber dafür eine andere Seite des Großmutterdaseins perfekt erfüllt. Sie strickt Socken, backt Kuchen und ist Andi dankbar, wenn er ihr bei Dingen hilft, die in ihrem Alter schon mühsam werden.

Die Sensibilität, mit der Mira Lobe die Wünsche und Sehnsüchte dieses Buben beschreibt, hat mich schon immer berührt, und Theresita Colloredo, die auch für viele andere Libretti zu meinen Bühnenwerken verantwortlich ist, hat mir dazu die geeignete Textvorlage geschrieben. Sie verwendet in den Dialogen hauptsächlich den Originaltext Mira Lobes, nur für die Arien hat sie Neues erfunden. So singt die Omama ein Lied über saure Äpfel, die angeblich lustig machen, es gibt ein Lied der (echten) Omama über den Rheumatismus, Andis Kochrap und vieles mehr.

Die Musik wird von einem 13-köpfigen Ensemble ausgeführt, das neben einer einfachen Streicherbesetzung auch Instrumente wie Tuba und Celesta umfasst. Die Celesta z.B. wird leitmotivisch für das Erscheinen der Omama im Apfelbaum eingesetzt. Die Blechbläser (Trompete, Posaune, Tuba) dürfen bei der musikalischen Ausgestaltung des Rummelplatzes nicht fehlen, und beim Kochrap werden einige Musiker sogar zu Topfdeckelpercussionisten.


Kritiken

…Elisabeth Naske und Theresita Colloredo haben dieses Kunststück geschafft: Ihre musikalische und szenische Umsetzung der ‚Omama im Apfelbaum‘ als Kinderoper am Dach  der Wiener Staatsoper ist so, wie man sich Kinderkultur wünscht: intelligent und originell, bunt und kurzweilig. (Falter, April 2007)

Komponistin Elisabeth Naske packt den Stoff in eine bunte, bewegte, prickelnde Musik. Sie hat das Auftragswerk der Staatsoper ideal umgesetzt. (Krone, 17.4.2009)

Elisabeth Naske schafft es – wie schon mit ihrer ‚feuerroten Friederike‘ – spielend den richtigen Tonfall und die passende Musiksprachen zu finden ohne die Geschichte musikalisch zu überfrachten. (Wiener Zeitung, 17.4.2009)

…Und doch findet die Komponistin zu einer überraschend stimmigen und Einheit gebietenden Musiksprache, die mit vielen Tricks und Kunstgriffen auch das erwachsene Publikum faszinierte…Viel Applaus für eine höchste gelungene Uraufführung (OÖ Nachrichten, April 2009)


Trailer Linzer Landestheater


Link zum Schott-Verlag


 

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